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Kann ich meiner Katze den Jagdtrieb abgewöhnen?

3 März 2021.


Langsam kommt der Frühling und nicht nur Freigänger-Katzen halten sich wieder häufig draußen auf. Bald nisten auch die Vögel und brüten ihre Eier aus. Katzen lieben es draußen herumzulaufen. Für manche andere Tiere stellen Katzen jedoch eine große Gefahr dar. Als Halter einer Katze muss man sich dessen bewusst sein. 

Cat in a Flat gibt Dir Tipps, wie Du Deine Katzen davon abhalten kannst, andere Tiere in der Natur anzugreifen.

Wieso greifen Katzen kleine Tiere in der Natur an?

Katzen haben von Natur aus einen Jagdtrieb. Das Jagen ist einer ihrer Urinstinkte. Natürliche Beute von Katzen sind Vögel, Mäuse oder andere kleine Tiere. Du wunderst Dich vielleicht, warum Deine Katze trotz genug Fressen Zuhause Jagd auf kleinere Tiere macht. Der Anblick der potenziellen Beute aktiviert ganz einfach den Jagdtrieb.

Hat Dir Deine Samtpfote auch schon einmal ein fast totes “Geschenk” gebracht? Konnte Deine Katze nicht verstehen, warum Du Dich nicht gefreut hast? Katzen jagen nicht immer nur für Fressen. Ihr Instinkt verleitet sie, genau wie beim Spielen mit einem Faden oder einer Katzen-Angel.

Eine Katze pirscht sich leise an. Katzen sind fantastische Jäger.
Eine Katze pirscht sich leise an. Katzen sind fantastische Jäger.

Manchmal werden Katzen auch genau aus diesem Grund gehalten. Sie sollen Schädlinge vom Grundstück halten und zum Beispiel die Mäuse-Plage zu verhindern. Dies ist auch ein Grund warum Katzen in früheren Zeiten domestiziert worden. Es ist wahr: Mäuse halten sich von Häusern, in denen Katzen leben fern, da sie Angst vor dem Geruch der Katzen haben. Hier ist der Jagdtrieb sehr nützlich.

Leider werden Katzen auch – nicht zu Unrecht – verantwortlich für das vermehrte Sterben von Vögeln oder anderen Tieren gemacht. Hauskatzen fressen Ihre Beute oft nicht einmal, sondern lassen sie verwundet liegen. Nicht der Hunger, sondern der Jagdtrieb treibt sie an. So sterben diese einen qualvollen Tod. Laut einer englischen Studie jagen 50 Katzen pro Woche etwa 15 Tiere (Nager und Vögel). Nur acht Tiere davon werden aber auch gefressen.

Du bist verantwortlich 

Als Halter einer Katze bist Du dafür verantwortlich, was Deine Katze in der Natur anrichtet. Besonders geschützte Tierarten nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen nicht zu Schaden kommen. Wenn Deine Katze Freigänger ist, weißt Du nicht immer wo sie sich aufhält. Einige Katzen erkunden die Nähere Umgebung, andere legen mehrere Kilometer am Tag zurück.

Wie halte Ich meine Katze davon ab, Tiere in der Natur anzugreifen?

1. Behalte Deine Katze drinnen!

Im Grunde sind nur Freigänger für Vögel und andere Tiere eine Gefahr. Haltung in der Wohnung wirkt diesem Problem entgegen. Wenn Deine Katze also nicht unbedingt rausmuss, ist die einfachste Lösung keinen Freigang anzubieten.

Gesicherter Freigang ist für Deine Katze, Dich und die Tierwelt ideal!
Gesicherter Freigang ist für Deine Katze, Dich und die Tierwelt ideal!

2. Gesicherter Freigang 

Gesicherter Freigang ist die beste Möglichkeit für Dich, Deine Katze und die restliche Tierwelt. Biete Deiner Katze einen umzäunten Bereich an, indem sie sich austoben und frische Luft schnappen kann. So kommt sie auf ihre Kosten. Gleichzeitig besteht aber nicht die Gefahr, dass sie durch die Gegend streunt und andere Tiere jagt.

3. Nistzeiten beachten

Wenn Du Deine Katze in den Freigang lässt, solltest Du die Nistzeiten zwischen Mai-Juni beachten. Vielleicht kannst Du in dieser Zeit Deine Katze im Haus behalten, sodass vor allem kleine Vögel vor Ihr sicher sind!

4. Freigang nur für kastrierte Katzen

Wenn Deine Katze ein Freigänger ist, sollte sie auf jeden Fall kastriert sein. In einigen Gegenden in Deutschland gibt es sogar eine Pflicht zur Kastration. Kastrierte Katzen haben generell einen weniger ausgeprägten Jagd-Trieb und können sich nicht ungehemmt vermehren. Katzen, die wild leben sind nämlich eine riesige Gefahr für die heimischen Tierarten! Unsere Fellfreunde sollten spätestens mit der Geschlechtsreife (ca. 5. Monat) kastriert werden. Eine Kastration stellt einen verhältnismäßig harmlosen Routine-Eingriff dar.

5. Beschäftige Deine Katze anders Power Deine Katze so richtig aus!

Deine Katze bekommt Zuhause genügend Futter und genügend Spieleinheiten? Dann hat sie vielleicht etwas weniger Lust draußen auf die Jagd zu gehen. Du solltest mit Deiner Katze dafür täglich Spiele spielen. Jagen, Fangen, aber auch Denk-Aufgaben, beschäftigen Deine Katze eine Zeit.

Regelmäßiges Spielen beschäftigt Deine Katze!
Regelmäßiges Spielen beschäftigt Deine Katze!

Extratipp

Bäume sichern 

Wenn Du einen eigenen Garten hast, kannst Du die Bäume in diesem mit Manschetten oder speziellen Abwehr-Gürteln präparieren. Richtig angebracht tun sie Deiner Katze nichts. Sie kann aber nicht mehr so leicht den Baum hinauf klettern.

Füttern gegen den Jagdtrieb?

Eine satte Katze wird ihren Jagdinstinkt nicht komplett verlieren, aber zumindest fehlt der Hunger als Antrieb. Studien haben gezeigt, dass Katzen, die kommerzielles Katzenfutter bekommen weniger jagen, als Katzen, die nur mit Futterresten gefüttert werden. Die durchschnittliche Hauskatze jagt ca. 3 Stunden pro Tag, während eine wilde Katze etwa 12 Stunden täglich jagen kann. Das füttern scheint also eine Auswirkungen auf unsere Fellpopos zu haben.

Das solltest Du nicht tun

Die Jagd von Deinem Freigänger durch Krach oder durchs Spritzen mit der Wasserpistole zu stören, solltest Du auch lieber lassen. Das schädigt nur der Beziehung Deiner Katze zu Dir. Über Halsbänder bei Katzen gibt es verschiedene Meinungen. Glöckchen können helfen Vögel und andere Tiere aufzuscheuchen, sodass sich Deine Katze nicht leise anschleichen kann. Eventuell könnte das ständige Geräusch des Glöckchens aber auch Stress für Deine Katze bedeuten.

Wieso schnattern Katzen, wenn sie Vögel sehen?

Hast Du Deine Katze schon einmal schnattern oder keckern gehört? Katzen keckern, wenn sie ein Beutetier erblicken, das nicht in Reichweite ist. Zum Beispiel, wenn sie auf der Fensterbank sitzt und draußen einen Vogel vorbeifliegt. Dabei wedelt Deine Katze sicher aufgeregt mit dem Schwanz. Es ist noch strittig, ob es sich dabei um einen Laut der Frustration oder der Bedrohung handelt. Wenn Deine Katze schnattert und dabei heftig mit dem Schwanz wedelt, weißt Du nun aber Bescheid! Der Jagdtrieb setzt ein.

Mehr Tipps rund um Katzen-Haltung findest Du auf unserem Cat in a Flat Blog!

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